Exchange Migration Wizard Funktion

Was kann MailMig ?

Der Exchange Migration Assistent ist primär ein Programm, um die Inhalte von Postfächern eines anderen Mailsystems in eine bestehende Exchange Organisation zu übernehmen. Dabei beschränkt sich der Wizard auf die Produkte, die als ehestes als Migrationsquellen in Frage kommen:

Wie arbeitet MailMig ?

Der Exchange Migrationsassistent verbindet sich mit dem Quellsystem, als wäre er ein ganz normaler Client dieses Systems. Damit dies funktioniert, müssen einige Bedingungen erfüllt sein:

Aber unterm Strich ist der Migration Assistent nur eine Anwendung, die als Client von einem Quellsystem die Daten exportiert und nach Exchange kopiert. Die zu kopierenden Daten müssen daher auf dem Quellserver vorhanden sein.

Was kann MailMig nicht !

Nur allein mit der Migration von Inhalten aus Postfächern ist es ja nicht getan. Eine Migration von einem System zu einem anderen System beinhaltet viel mehr, als nur die Postfachinhalte.

Lesen Sie dazu auch die Grenzen beim Einsatz von MailMig am Ende dieser Seite.

Was wird migriert ?

In "328871 How to use the Exchange Migration Wizard to migrate mailboxes from an Exchange organization" steht sehr gut beschrieben, was MailMig bei Postfächern migriert und was nicht migriert wird:

Aber der MailMig kann bei der Migration folgende Dinge nicht tun:

Insofern bleibt genug Handarbeit übrig. Besonders die Migration der Verteiler, das Löschen bestehender Konten und das Einrichten von Weiterleitungen bzw. das Mailrouting ist nicht zu unterschätzen.

MailMig im Einsatz

Ich möchte hier nun nicht eine Schritt für Schritt Migration aufzeigen, da jede Migration mit dem MailMig ihre eigenen Besonderheiten hat. Sie benötigen MailMig oder ähnliche Tools nur dann, wenn Sie nicht von Exchange nach Exchange 2000/2003 innerhalb der gleichen Organisation migrieren. Das dürften aber die meisten Migrationen sein, so dass MailMig nur dann zum Einsatz kommt, wenn ein Fremdsystem migriert wird oder eine neue Exchange Organisation aufzubauen ist.

Der Aufruf des Migrationsassistenten erfolgt ganz normal über das Startmenü:

Nach dem obligatorischen Willkommensbildschirm kommt auch schon die Hauptauswahl zur gewünschten Migration. Wenn ihr Quellsystem nicht aufgeführt wird, dann sollten Sie bei Microsoft prüfen, ob es mittlerweile eine neuere Version gibt, die ihr System unterstützt. Ansonsten gibt es auch Dritthersteller und alternative Migrationswege über den Client (Siehe weiter unten)

Wenn bei ihnen einige Einträge fehlen, dann ist ihre Version vermutlich zu neu. Exchange 2003 unterstützt z.B. nicht mehr Microsoft Mail und cc:Mail.

Je nach ausgewählter Migration zeigt ihnen MailMig als nächstes Fenster einen Hinweisbildschirm für die Systemvoraussetzungen an und die gewünschte Migration. MailMig verbindet sich mit dem Quellsystem als wäre es ein Client. Insofern sind für Notes, cc:Mail und GroupWise die entsprechenden Client, entsprechende Einstellungen und Berechtigungen erforderlich. Ein Blick in das Handbuch und die Anleitungen ist hier der erste Schritt.

Bei der Migration von cc:Mail, Notes, GroupWise und anderen Systemen haben Sie die Wahl zwischen einer einstufigen oder zweistufigen Migration. Bei einer einstufigen Migration werden die Daten direkt aus der Quelle exportiert und in das Ziel importiert. Bei der zweistufigen Migration werden die Daten und Einstellungen in Dateien gespeichert, die sie z.B. an einen anderen Standort mitnehmen können. Alternativ können Sie die Daten ähnlich zu EXMERGE auch in PST-Dateien exportieren lassen, aber MailMig macht das viel besser. Dies erlaubt die Zentralisierung, die mit Outlook 2003 und Exchange 2003 sehr viel einfacher geworden ist. Allerdings ist dies auch hilfreich, wenn der alte Server über eine Neuinstallation zum Exchange Server werden soll. Wobei dieser Weg nicht unbedingt anzuraten ist.

Unabhängig, von welcher Quelle Sie migrieren, ist das Ziel natürlich immer ein Exchange Server. Sie geben als Ziel einen Exchange Server an.

Danach sind je nach Quelle der Quellserver oder die Quelldateien auszuwählen und dann Benutzer aus der Quelle zu selektieren.

Details hierzu finden Sie auf

MailMig Praxis und Grenzen

So einfach dies alles aussieht, so einfach ist es in den meisten Fällen auch, aber sie sollten doch einiges beachten und die entsprechenden Beschreibungen von Microsoft ausführlich lesen. denn MailMig bedeutet unter anderem:

Der Exchange Migration Wizard ist sehr leistungsfähig aber gerade die mangelnde Replikation eines Verzeichnisses zwischen Fremdsystemen und Exchange beschränkt den Einsatz eher auf kleine und  mittlere Systeme, bei denen in kurzer Zeit eine Migration durchgeführt werden kann. Für die Migration größerer Umgebungen mit einem längeren Parallelbetrieb haben Dritthersteller wie Aelita, Quest, NetIQ und andere entsprechend leistungsfähigere Lösungen geschaffen, die allerdings auch nicht als "Plug and Play"-Lösung zu verstehen sind. Sowohl Lizenzkosten als auch entsprechende Dienstleistung sind hier zu berücksichtigen. Dafür werden natürlich einige der nachfolgend genannten Probleme entschärft.

Alternative Migrationswege

Ein ganz anderes Problem sind natürlich Quellsysteme, die der Exchange Migration Wizard nicht unterstützt. Hier bleibt dann die Migration über den Client der viel versprechende Weg. Hierbei sind drei Wege üblich.

Weitere Links

Keywords:MailMig Migration NTDSNOMATCH MasterAccountSID