Kostenfreier Privat PC Schutz (Freeware)

Blaster, Kletz, Conficker und andere Viren Würmer, 0190-Dialer und sonstiger Ballast sind nicht nur ein Übel sondern gefährden auch den Betrieb ihres Computers. Niemand würde das Schloss an der Haustür einsparen oder das Auto offen auf der Straße stehen lassen. Aber lange Zeit waren Computer nur in privaten Netzwerken verbunden oder gar nicht verbunden. Erst durch das Internet sind auf einmal viele Systeme verbunden und die Offenheit, die früher eine einfache Funktion erlaubt hat, wird nun zum Problem.

Die müssen ihren Computer beim Zugriff auf das Internet schützen und diesen Schutz auch aktuell halten. Dazu gehört leider auch etwas Zeit und Wissen um die Sachverhalte.  Und folgende Komponenten:

Für einen privaten Computer sind folgende Dinge unabdingbar. Zum Glück gibt es meist sehr leistungsfähige kostenfreie oder günstige Varianten. Alle hier gelisteten Produkte waren zum Zeitpunkt der Prüfung kostenfrei für Privatanwender. Hier hier genannten Programme sind welche, die ich selbst manchmal einsetze und zufrieden sind. Dies soll aber weder ein Qualitätsmerkmal noch eine Empfehlung sein. Alle Programme werden immer mal wieder aktualisiert. Also muss man regelmäßig mal nach Updates schauen oder durch das Programm ein Update durchführen lassen.

Aktuelles Betriebssystem und Anwendungen

Jede Software hat Fehler und oft liefert der Hersteller entsprechende Aktualisierungen aus. Prüfen Sie daher regelmäßig, ob es Aktualisierungen für ihr System gibt. Dies betrifft nicht nur Windows, sondern auch UNIX. Aber ebenso zusätzliche Anwendungen wie Webbrowser, Mailprogramme etc.

Wenn Sie auf die Webseite gehen, dann finden Sie rechts den Hinweis auf ein Update von "Windows Update" auf "Microsoft Update".

Wenn Sie dies aktiviert haben, dann werden auch Office und andere Komponenten automatisch auf aktuelle Versionen geprüft und installiert.

Über die Windows Update Funktion (Windows 2000 SP4 oder Windows XP und höher) können Sie ihren PC auch dazu bringen, alleine immer mal wieder nach Updates zu suchen, ihnen Anzuzeigen und herunter zu laden. Sie können sich auch bei Microsoft in einen Newsletter einschreiben so dass Sie über aktuelle Updates informiert werden.

Für private PCs ist die Webseite http://windowsupdate.microsoft.com/ natürlich erste Anlaufstelle. Da aber die Patche mittlerweile sehr umfangreich sind und nicht jeder über eine DSL-Verbindung verfügt, könnten Sie als Dienstleister oder "Bekannter" einen WSUS-Server auf CD/DVD mitnehmen. Leider geht das nicht so einfach. Aber mittlerweile gibt es ein Projekt der Zeitschrift "c't" unter http://www.heise.de/ct/ftp/projekte/offlineupdate/, die eine Lösung für solche Freundschaftsdienste bereitstellt. Damit kann ein Freund mit DSL alle Updates auf eine CD/DVD für spätere "Offline-Updates" kopieren.

Virenscanner

Viren sind Schädlinge, die Daten zerstören, den PC unbrauchbar machen und sich weiter verbreiten. Kein Computer sollte heute ohne Virenscanner betrieben werden. Ich kenne aktuell zwei Produkte, die es auch als kostenfreie Varianten gibt

Diese kostenfreien Version sind natürlich nicht so leistungsfähig, wie die Vollversionen. Einschränkungen können z.B. sein, dass Update etwas langsamer kommen oder Zusatzfunktionen (z.B. Schutz gegen Viren in Mails und beim Surfen) nicht vorhanden sind. Ein Schutz vor der Ablage auf der Festplatte oder im Speicher sollte aber gegeben sein, was immer noch besser ist als ohne Schutz zu arbeiten.

0190/0900 Schutz

Besondere Schädlinge sind Programme, die selbst unbemerkt eine Verbindung zu teuren Servicerufnummern aufbauen. Mit ISDN hören und sehen Sie in der Regel keine Aktivitäten mehr, so dass die Kosten erst nach Wochen mit der Telefonrechnung sichtbar werden. Dem entgegen wirken Programme, die alle Aktivitäten überwachen und Sie informieren, warnen und die Möglichkeit zum Abbruch oder Erlauben geben.

Dieses Programm überwacht alle Verbindungsversuche und meldet diese. Sie müssen aktiv eine Verbindung bestätigen, ansonsten wird diese nicht aufgebaut.

Spione und Werbesoftware

Zuletzt gibt es noch die kleinen Schmarotzer, die sehr oft mit kostenfreien Programme mitkommen. Sie installieren eine Freeware und der Autor finanziert sich, indem er ein Zusatzprogramm installieren lässt, welches ihr Nutzungsverhalten aufzeichnet und an eine andere Firma meldet. Diese kann diese "Daten" dann verkaufen. Das ist in elektronischer Weise das, was sie mit einer Payback Karte auch machen. Sie erlauben einer Firma ihr Kauf und Surfverhalten zu analysieren. Einige dieser Software integriert sich in den Webbrowser und hebt bestimmte Seiten hervor, um sie bevorzugt dort hin zu leiten.

Wenn Sie dies wollen, kann das akzeptiert werden. Aber dies ist nicht tolerierbar, wenn die Installation ohne ihr Einverständnis erfolgt. Daher gibt es auch hierfür ein Programm um diese Schmarotzer zu finden und zu löschen

Spamfilter

Mit der Zunahme der elektronischen Kommunikation entdeckt auch die mehr oder minder seriöse und weniger seriöse Werbeindustrie den billigen Weg, Werbung in den elektronischen Postkasten einzuwerfen.

Viele verschiedene Programme erlauben es, vorab die Absender und den Betreff einer Mail zu lesen und diese zu löschen, ohne sie lange zu übertragen. Andere Programme kontrollieren bei oder nach der Übertragung den Inhalt mit Regeln und Filtern die Nachrichten und löschen diese. Eine Empfehlung gibt es hier nicht. kostenfreie Varianten sind z.B.

Gerade das Thema Spam etc. ist sicherlich sehr kontrovers diskutiert.

Personal Firewall

Eine Firewall schützt ihren PC, indem diese Software jeden Datenverkehr über die Netzwerkkarte oder das Modem überwacht und nur "gute" Pakete durchlässt.

Ich bin mittlerweile davon abgekommen, eine zusätzliche Firewall zu installieren, sondern verlasse mich auf den Schutz der in Windows XP SP2 bzw. Vista eingebauten Firewall und eines lokalen Viren- und Spyware Scanners. Zahlreiche Tests zeigen immer wieder, dass Desktop Firewalls durch viele Rückfragen eher nerven und der Anwender letztlich automatisch immer zustimmt und der Zusatzschutz eher beschränkt ist.

Ziel einer Firewall ist, dass möglichst niemand von anderen Systemen auf meine System zugreifen kann aber meine gewollte ausgehende Kommunikation reibungslos erlaubt wird. Wenn aber ein Trojaner auf meinem PCs ebenfalls "ausgehend" aktiv wird, sollte dies natürlich verhindert werden. Allerdings wird ein Schädling natürlich zuerst versuchen, die Firewall außer Kraft zu setzen.

Jede Verbindung von innen nach außen muss dann erst bestätigt werden. Verbindungen von außen nach innen ebenfalls. Die Freeware Version ist voll funktionstüchtig. Die kostenpflichtige Version hat nur einige Funktionen mehr.

Aktuelle Versionen

Viele Programme prüfen selbständig, ob es im Internet aktuellere Versionen gibt. Oft schalten Anwender dies aber ab, weil Sie damit ein "nach Haus telefonieren" unterbinden wollen oder bei der Nutzung von teuren Wählleitungen eben diesen Datenverkehr unterbinden wollen. Aktuelle Programme sind aber gerade bei einer Internet Verbindung wichtig, da die meisten Einfallstore nicht mehr im Betriebssystem stecken, sondern in Anwendungen wie Flash, PDF und anderen Wehrwertformaten, die das Web von heute bereichern und ohne die YouTube, GoogleMaps und andere Dienste gar nicht mehr mehr denkbar wären.

Insofern sollten Sie selbst regelmäßig nach aktuellen Versionen schauen oder über die üblichen Gazetten sich entsprechend informieren. Mittlerweile gibt es auch einige Zusatzprogramme, die diese Funktion für Privatpersonen vereinfachen.

Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn diese Programme auch einen kommerziellen Teil haben, d.h. für Firmen Geld kosten. Bitte informieren Sie mich, wenn die Links nicht mehr passen oder aus einer Freeware plötzlich ein anderes Produkt geworden ist.

Zeit und URL Filter

Speziell wenn Computer auch von Kindern genutzt werden, sind weitere Filter und auch "menschliche" Kontrollen ratsam. Neben den "Softwareviren" gibt es natürlich auch Angreifer aus Fleisch und Blut, welche über Chat-Rooms und anderen Wege "Kontakt" suchen. Sie sollten nicht erwarten, dass Kinder oder Jugendliche dies erkennen. Nicht umsonst bedarf es eines bestimmten Alters für einen Führerschein, für die Geschäftsfähigkeit und sogar Strafmündigkeit. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit auch kleinste Kinder eine Maus über den Bildschirm steuern. Dass sollte aber nicht ohne Kontrolle erfolgen. So hat die Uniklinik Hamburg-Eppendorf mal eine Empfehlung ausgesprochen (Leider habe ich keine verlinkbare URL)

Alter max. PC-Nutzung generell Chat, Spielen, Surfen im Internet
4..6 30 Min Nein
Kommentar: Die meisten Kinder können hier noch nichts mit Texten anfangen.
7..10 45 Min Unter Aufsicht
Kommentar: Nutzen Sie die Chance, das neue Medium auch kennen zu lernen
11..13 60 Min Nur nach vereinbarten Regeln
Kommentar: Wobei ich noch keine Definition der "Regeln" gesehen habe
14+ 90 Min Chat nur nach Regeln

Wobei keine Aussage gemacht wurde, ab welchem Alter das 90 Min Limit entfällt. Ich denke Die Zeiten werden zukünftig noch länger werden, wenn allein der Informatik Unterricht weiter zunimmt. Und wenn ich sehen, was manchmal 14 Jährige schon programmieren, dann wird man ab und zu geben müssen. Ich hoffe ich kann das auch für meine Kinder in der jeweiligen Altersstufe durchhalten.

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Keywords: PrivatPC Schutz, Firewall Virus Antivirus Adware Spyware