Spam und UCE - Filter: Reverse DNS

So funktioniert es

Um eine Mail an einen Empfänger zuzustellen, muss die Empfängerdomäne über DNS auflösbar sein. DNS-Auflösung beinhaltet dabei zwei Funktionen:

Über diesen Weg ist es einfach möglich, Mails im Internet zu versenden. Dabei wird aber oft vergessen, dass es auch eine Gegenrichtung gibt. Unter dem "Reverse-DNS" versteht man die Möglichkeit, für eine gegebene IP-Adresse einen Namen zu finden.

Probleme

Früher war es schon fast eine Pflicht, für jeden Server, der im Internet erreichbar ist nicht nur den Forward-DNS zu pflegen, sondern auch einen Reverse-DNS. Leider ist dies nie wirklich eine Pflicht gewesen und speziell in den Boomzeiten wurden viele Rechner an das Internet angeschlossen, ohne dass es einen passenden Reverse-DNS Eintrag gegeben hat. Dieser Reserve-DNS Eintrag ist für die Funktion auch nicht zwingend erforderlich. So stellt sich folgendes Bild dar:

Das ganze als Grafik könnte so aussehen:

Insofern ist dieser Filter heute sogar schädlich geworden, da es immer noch sehr viele Firmen gibt, die keine Spam Mails versenden aber keine Reverse-Einträge pflegen (können). Aber die professionellen Spammer natürlich entweder die Einträge gepflegt haben bzw. Zugänge mit dynamischen IP-Adressen verwenden, die per Reverse-DNS auflösbar sind.

Allerdings könnte solche eine Regel als Positivregel eingesetzt werden. Wenn Sie eine Mail von "firma.de" erhalten und die Reverse-DNS Auflösung z.B. "mailout.firma.de" ergibt, dann können Sie sehr sicher sein, dass diese Mail nicht gefälscht ist. Das kommt zwar noch nicht an den Ansatz von SPF/CallerID heran, aber kann als zusätzliches Qualifizierungsmerkmal genutzt werden. Das nutzen aber aktuell nur sehr wenige Produkte

Daher ist dieses Filter heute nicht mehr sehr nützlich, sondern eher schädlich. Allerdings kann er gut als Positivkriterium eingesetzt werden, um den Absender zu qualifizieren.

Keywords:Spam RDNS reverseDNS Filter